Wie oft die Datenbankanfragen insgesamt illegal genutzt werden, konnte AP mit der Recherche, die vor allem auf Informationsfreiheitsanfragen basierte, nicht herausfinden. Generell sei es schwierig, legitime von illegitimen Anfragen zu unterscheiden. Bei vielen Datenbanken sieht die Nutzung zudem keine Schutz- oder Protokollierungsmaßnahmen vor. Solche Protokollierungen von Datenbankzugriffen, verbunden mit einem polizeilichen Vorgang und Begründungen, können unbefugte Zugriffe deutlich erschweren. Abschreckend kann auch die Einführung von Statistiken unbefugter Zugriffe wirken, sie schaffen Bewusstsein und stellen gleichzeitig Transparenz her.
Transparenz und Bewusstsein durch bessere Kontrolle und Statistiken
Gegen den Missbrauch von Daten und unbefugten Zugriff in Kalifornien setzt sich die Electronic Frontier Foundation (EFF) ein, die auch zur AP-Story berichtet. Der politische Druck habe schon dazu geführt, dass immer mehr Behörden unbefugten Zugriff erfassen würden. Dies führte nach Angaben der EFF zu einem Anstieg der Missbrauchsfälle insgesamt.
Datenmissbrauch durch Polizeibeamte gibt es auch in Deutschland. Nach unseren bislang bescheidenen Recherchen scheint es in Sachen Protokollierung, Überprüfung und statistischer Erfassung Defizite zu geben. Bekannt sind bislang kleine Anfragen zum Datenmissbrauch in Schleswig-Holstein durch Patrick Breyer und einzelne bekannt gewordene Fälle.
Über sachdienliche Hinweise, Tipps, Einzelfälle und Statistiken zum Thema Datenmissbrauch durch Polizeibeamte freuen wir uns. Uns interessiert dabei insbesondere die Situation in Deutschland. Wie immer bitte über die üblichen sicheren Kanäle.
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